Grundstufe Zusatzqualifikation Motogeragogik

Grundstufe

Die vaLeo-Zusatzqualifikation Motogeragogik Grundstufe ist ein vierteiliges Weiterbildungsangebot, das an Wochenenden angeboten wird. Sie umfasst 64 Einheiten Unterricht und Selbststudium und richtet sich an Personen, die im geriatrischen Feld (z.B. in Seniorenwohnheimen, Altenheimen, Pflegeheimen, geriatrische Tageskliniken, Memoriekliniken, etc.) in den Bereichen Pflege, Betreuung, Animation oder Therapie tätig sind, und mit Menschen in verschiedenen Phasen des 3. und 4. Lebensalters bewegungsorientiert arbeiten oder arbeiten möchten. 
 

Motogeragogik

Motogeragogik ist ein ganzheitliches Konzept, das sich mit der Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung im dritten und vierten Lebensalter durch gezielte Bewegungsangebote beschäftigt. Es ist auf die speziellen Bedürfnisse und Möglichkeiten älterer und alter Menschen ausgerichtet.


„Finde ich meinen Körper, so finde ich mich selbst. Bewege ich mich, so lebe ich und bewege die Welt.“ (Iljne, 1965)


Es ist weniger wichtig, wie ALT der Mensch wird, als WIE der Mensch alt wird. Wollen wir erfolgreich und zufrieden altern geht es sowohl um die Hinnahme der Reduktion von Lebensmöglichkeiten, als auch um die Wahrung und Eröffnung neuer Aktivitäten.


Dazu möchte unser motogeragogisches Angebot beitragen.
Motogeragogik bedeutet Persönlichkeitsbildung und Persönlichkeitsförderung durch Bewegung im Alter.
 Ziel dieser ganzheitlichen Bewegungsarbeit ist der Erhalt, der Wiedererwerb und die Weiterentwicklung von Kompetenzen, die nötig sind, um ein möglichst selbständiges Leben zu führen.


Über vielfältige Bewegungsangebote wird die ganze Person bewegt und dabei werden körperliche, emotionale, soziale und kognitive Bereiche angesprochen.
 

Ziel

Die Absolvent_innen der Zusatzqualifikation Motogeragogik Grundstufe sollen die Bedeutung der Bewegung für die Persönlichkeitsentwicklung im Alter erfahren und erlebt haben. Sie sollen in der Lage sein, unterschiedliche Zielgruppen alter Menschen durch gezielte Angebote zu begleiten und ihnen dadurch zu helfen, mit sich, der materialen und sozialen Umwelt umgehen zu können und selbstständig handlungsfähig zu sein.


Im Rahmen der Zusatzqualifikation Motogeragogik Grundstufe erwerben die Teilnehmer_innen keine Berufsausbildung und keine therapeutischen Kompetenzen.
 

Inhalt Grundstufe (64 Einheiten)

                            Die Bedeutung der Bewegung im Alterungsprozess (Modul 1)
                            Das Konzept der Motogeragogik in Theorie und Praxis (Modul 2)
                            Motogeragogik in Alters- und Pflegeheimen (Modul 3)
                            Motogeragogik und Demenz (Modul 4)

 

Abschluss

Die Teilnehmer_innen erhalten eine Teilnahmebestätigung über die 4 Kursmodule der Zusatzqualifikation Motogeragogik Grundstufe und sind damit berechtigt an der Zusatzqualifikation Motogeragogik Zertifikatsstufe teilzunehmen.
 

Kursorganisation

Bei Anfragen stehen wir Ihnen gerne unter 0699 /10 30 10 33 zu Verfügung.
 

Kursleitung

Die Seminare werden von qualifizierten vaLeo-Referent_innen durchgeführt.
 

Kursort und Kurszeiten

Der Kursort und die Kurszeiten variieren und werden jeweils in der Einladung zum entsprechenden Kursteil bekannt gegeben.
 

Gruppengröße

Die Grundstufe startet ab 15 Teilnehmer_innen. Die max. Gruppengröße beträgt 25 Personen.
 

Gebühren für die Grundstufe

Die Kosten pro Kursteil betragen € 185,00 inkl. 20% MwSt. und sind mit der endgültigen Anmeldung zu begleichen.
Reise- und Aufenthaltskosten sind in den Kurskosten nicht enthalten.

Inhalte und Ausschreibungstexte
der vaLeo Motogeragogik, Grundstufe

 
Die Bedeutung der Bewegung im Alterungsprozess (Modul 1)
 
Motogeragogik bedeutet ganzheitliche Persönlichkeitsbildung und Persönlichkeitsförderung durch das Medium Bewegung im Alter. In diesem Kursmodul befassen sich die Teilnehmer_innen mit den Bedeutungsdimensionen von Bewegung im Bezug auf den Lebensabschnitt Alter und bekommen einen Einblick in die Geschichte der Psychomotorischen Entwicklungsbegleitung in Österreich.
In der Praxis erleben die Teilnehmer_innen in bewegten und spielerischen Sequenzen den engen Zusammenhang von „Bewegung, Wahrnehmung, Kognition und Emotion“. Diese Selbsterfahrungsanteile dienen als Grundlage für den Transfer des Erlebten in die praktische Bewegungsarbeit mit alten Menschen.
 
 
Das Konzept der Motogeragogik in Theorie und Praxis (Modul 2)
 
In diesem Kursmodul setzen sich die Teilnehmer_innen in Praxis und Theorie mit dem Konzept der psychomotorischen Entwicklungsbegleitung von alten Menschen auseinander und reflektieren dabei ihr eigenes Bild von Alter und Altern.
Basierend auf den Prinzipien des Erfahrungslernens werden die Bedeutung des „Experiments“ und des „selbsttätigen Problemlösens“ für die motogeragogische Arbeit vorgestellt.
Diese zentralen Bereiche der psychomotorischen Arbeit werden sowohl praktisch erlebt als auch theoretisch aufgearbeitet.
 
 
Motogeragogik in Alters- und Pflegeheimen (Modul 3)
 
Das Leben in Alters- und Pflegeheimen ist geprägt von Einflüssen, die das Leben in Institutionen mit sich bringt. Welche Rolle der Motogeragogik in dieser neuen Lebenssituation alter Menschen zukommt und wie über motogeragogische Angebote sensomotorische, soziale, emotionale und kognitive Kompetenzen möglichst lange erhalten werden können wird in diesem Modul diskutiert.
 
 
Motogeragogik und Demenz (Modul 4)
 
Je älter die Menschen werden, desto mehr Menschen erkranken an Demenz. Die Motogeragog_in, die ohne jeden Leistungsanspruch über sinnliche und leibliche Erfahrungen mit alten Menschen ins Tun kommt, kann Brücken zu Menschen mit Demenzerkrankung bauen.
Welche Prinzipien der motogeragogischen Arbeit in dieser spezifischen Situation zugrunde liegen ist der zentrale Inhalt des 4. Moduls.